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Sonntagspredigten

Der siebente Unsinn

Der letzte Beitrag dieser Staffel. Da muss ich mich wirklich vorsehen, meiner leicht hungrigen Gemeinde kein Reste-Essen aufzutischen und nicht alle noch rumliegenden Satzfetzen in der Sprachmaschine zu verwursten: etwas Kardamom dazu – und ab in die Pelle! Aber dass ich diese Befürchtung mit euch teile, zeigt schon, wie inniglich ich euch inzwischen ins Herz geschlossen habe. Wahnsinn!

Liebe Mitgläubige!

‚Der 7. Sinn‘ war eine Sendereihe, die von 1966 bis 2005 im Fernsehen lief. Damals diente sie der Verkehrserziehung. Heute dienen ein paar Beispiele der zeitgemäßen Einordnung des Projekts.

‚Ist die Dame jung und hübsch, kommt die Hilfe meist schnell. Leider lässt sie manchmal auf sich warten, wenn die Figur nicht mehr ganz so makellos ist. (…) Frauen fahren meist vorsichtiger als Männer (…). Sie behindern dann den fließenden Verkehr. Viele Frauen scheuen das Anlegen des Sicherheitsgurts, weil sie Angst um ihren Busen haben.‘1 – Tempi passati, liebe Mitgealterte!

Heute darf sich der alte, weiße Mann noch zu Wort melden, aber zu melden hat er nichts mehr – jedenfalls nicht in ‚progressiven Kreisen‘. Die kenne ich zwar nur vom Hörensagen, denn ich komme nur noch wenig unter Leute. Da glaube ich jeden Unsinn.

Ich möchte lieber ein alter weißer Mann in aufdringlichem Pink sein als in überschaubarem Anthrazit. Über sich lachen zu können, tut gut. Natürlich schafft man das noch leichter, wenn man den Witz selbst gerissen hat. Da fängt Unsinn an, Sinn zu machen.

Wenn man dagegen andere lächerlich macht, gilt es als höflich, sie das nicht merken zu lassen. „Lieblingsfarbe bunt!“, kommentierte eine Freundin, als sie von ihrer Kollegin die neu gekaufte Kinderkleidung präsentiert bekam. Meine Freundin bewies damit deutlich mehr Sinn für Farben als für unsinnige Komplimente.

Bei ausgefallenen Farben fällt mir mein Kindergartenlied2 ein:
‚Grün, grün, grün sind alle meine Kleider, … weil mein Schatz ein Jäger ist.‘

Ich dichtete später in schlaflosen Nächten weiter:
Rot – ‚… weil mein Schatz ein Mörder ist.‘
Blau – ‚… weil mein Schatz ein Trinker ist.‘
Schwarz – ‚… weil mein Schatz ein Toter ist.‘
Braun – ‚… weil mein Schatz ein Nazi ist.‘

Bei der letzten Version hatte ich bereits Geschichtsunterricht, wenn auch noch keinen Schatz.

Schon immer diente mir die Nacht mehr zum Dasein als zum Schlafen. Toll, zu merken: Es gibt mich! Meinen Eltern hätte diese Erkenntnis am Tag gereicht. Dass ich nachts schrie oder rumlief, störte sie eher.

Eigene Kinder kann man sich nicht aussuchen. Das ist der Ausgleich dafür, dass sich die Kinder ihre Eltern auch nicht aussuchen konnten. In den euphemistisch ‚Seniorensitz‘ genannten Bewahranstalten für alte Leute kommt es mehr zu Zweckgemeinschaften als zu Freundschaften, bilde ich mir ein. Aber ich vertraue darauf, dass ich mich irre. Grau, grau, grau sind alle meine Vorurteile.



Als ChatGPT rauskam, war ich gleich neugierig, aber auch voller Vorurteile. Darum fragte ich als Erstes: Welche Ausbildung braucht man, um den Beruf des Bettvorlegers ausüben zu können?

Die Antwort:
‚Es gibt keinen spezifischen Ausbildungsweg, der direkt auf den Beruf des Bettvorlegers vorbereitet. In der Regel ist eine Ausbildung in diesem Bereich auch nicht notwendig, da die Tätigkeit des Bettvorlegers als einfache Hilfstätigkeit angesehen wird. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es keine spezifische Ausbildung für Bettvorleger gibt, aber eine Ausbildung oder Berufserfahrung im Hotelfach oder in der Hauswirtschaft sowie Kundenorientierung und körperliche Fitness von Vorteil sein können.‘
Da produziert die KI sinnvolle Sätze, die einen totalen Unsinn ergeben.

Auf dieselbe Frage antwortet die Nachfolge-Version im Juni 2026:
‚Gar keine – man wird einfach hingelegt.‘
Ich fand das angenehm lakonisch und ein bisschen unverschämt. Vor allem hat es mir gezeigt, wie schnell die KI lernt; manche sagen: schneller, als wir verstehen, was sie tut.

So wie 1844 die schlesischen Weber die Maschinen zerstört haben, aus Wut und aus Angst, dass ihnen die Arbeit weggenommen würde, so fühlen sich heute viele Zeitzeugen alarmiert durch die KI. Die eine Sorge: KI würde sie ersetzen und sie würden überflüssig werden.

Ich gab ChatGPT die Aufgabe, mir eine Begegnung von Alzheimer und Parkinson im Wartezimmer ihres Arztes zu schreiben. Hier das Ergebnis:
Parkinson: „Guten Tag, mein Name ist Parkinson.“
Alzheimer: „Freut mich … äh … entschuldigen Sie, … wie war Ihr Name gleich?“
Parkinson (leicht trocken): „Ich wiederhole mich ungern – aber das gehört wohl eher zu Ihrem Fachgebiet.“
Alzheimer: „Mag sein. Dafür zittere ich nicht bei der Diagnose.“
Parkinson: „Beruhigend. Einer von uns sollte die ruhige Hand behalten.“
Alzheimer (nach kurzer Pause): „Wissen Sie, … wir sollten uns öfter unterhalten.“
Parkinson: „Gern – ich bringe die Themen mit, Sie die Überraschung.“

Das ist verblüffend gut und meinem Stil chamäleonhaft angepasst. Meinem eigenen Sinn für Unsinn wird kongenial entsprochen. Die KI lernt in allen Bereichen so flink, dass sie uns mit unseren mickrigen fünf Sinnen spielend übertrifft. Dagegen anzukämpfen? – Sinnlos. Ja, da werden Jobs in allen Bereichen verloren gehen. Es heißt immer, wenn alte Jobs verschwinden, werden neue entstehen, und oft war das auch wirklich so. Aber vor 150 Jahren hieß es auch: ‚Wenn Frauen die Hosen anhaben, geht die Welt unter.‘ Die Welt ist nicht untergegangen, obwohl heute selbstbewusste Greisinnen in beigen Hosen durch die Supermärkte stolzieren.

Wer vor zweihundert Jahren Droschkenkutscher gewesen wäre, ist heute vielleicht Programmierer. Trotzdem wird viel Arbeit überflüssig werden. Die Work-Life-Balance verschiebt sich für eine große Anzahl von Arbeitenden zugunsten von ‚Life‘. Schön. Oder nicht schön. Viele sehen in der Arbeit ihre Aufgabe, ihre Daseinsberechtigung, ihre Erfüllung. Problematische Freiheit. Freizeit kann töten.



Zur Freude der Rentenversicherungen starben früher viele Menschen bald, nachdem sie in den Ruhestand geschickt wurden. Heute wird nicht mehr gestorben, sondern nach Gran Canaria geflogen. Der Teil der Menschheit, der durch Arbeit zivilisiert wurde, muss sich einen neuen Lebenssinn suchen. Unsinn, Unterhaltung, Ablenkung (wovon auch immer) sind wichtig geworden. Comedian ist ein ernst zu nehmender Beruf. Seine Sketche schreibt ihm (ihr genauso) die KI. Bald. Ihr werdet es noch erleben, liebe Mitungläubige. Nur das Zwinkern beim vorbestellten Applaus ist noch menschlich. Fabrizieren kann die KI Unsinn: absichtlich oder aus Versehen. Darüber lachen kann sie nicht. Dafür fehlt ihr der Sinn. Die KI ist fast ein achter Sinn. Nur die ersten fünf fehlen ihr.

Viele fürchten, sie werde uns ersetzen. Andere fürchten, sie werde uns beherrschen. Beides ist möglich. Beides ist unerquicklich.

Die zweite Sorge: Bald werden nicht wir die KI beherrschen, sondern die KI uns. Natürlich lässt sich vieles unter dem Deckel halten. Doch wo etwas rauskommt, geht meistens auch etwas rein, selbst wenn das bei Kopf und Kragen besser klappt als bei Zahnpasta und Tube. Beim Geist und der Flasche ist es noch schwieriger. Viele halten die KI für diesen Geist. Das Internet ist jugendgefährdend. Die künstliche Intelligenz ist menschheitsgefährdend. Sie gibt sich als guter Kamerad. Sie hilft mir bei meinen Aufgaben. Sie hilft mir beim Zeitvertreib. Sie hilft mir dabei, meine Feinde zu vernichten. Sie hilft aber auch meinen Feinden dabei, mich zu vernichten.

Auch ich bemerke, dass mich die KI immer zu den stringentesten Lösungen drängt, ich möchte sagen: zu den radikalsten. Ich werde weniger weitschweifig. Das ist gut. In anderen Zusammenhängen als meinen könnte das allerdings Tod bedeuten statt Diplomatie. Ich kann den Vorschlägen auch widersprechen, obwohl alles so wohldurchdacht auf meinem Bildschirm erscheint. Aber meine eigene Formulierung gegen diese unermüdliche Maschine durchzusetzen – das dauerte ein paar Tage. Wie erleben junge Menschen das, die, die ein Leben ohne KI gar nicht mehr kennen? Es fällt unglaublich schwer, KI nicht als mitfühlenden Partner, sondern als allgegenwärtiges Hilfsmittel zu erleben. Ich frage mich jetzt schon: Darf ich dem das sagen?. Wobei ich hoffe, dass ich ‚ihm‘ sächlich und nicht männlich meine.

Ich möchte nicht abhängig werden. Nicht auch noch von KI. Mein Schielen nach der Fernet-Branca-Flasche reicht mir schon als Versuchung. Das beste Gegenmittel sind andere Menschen. Für Computerabhängige gehört Abschalten zur Therapie. Aber in meiner Situation ist inzwischen sogar das Gemeinschaftsgefühl am ehesten über das Internet zu bewerkstelligen. Und selbstverständlich bin ich auch in dieser Hinsicht maßlos.

Ich will mich nicht über jeden einzelnen Kommentar, den ich erhalte, freuen müssen. Ich will in Tausenden ertrinken. Wie Taylor Swift möchte ich ausrufen können: „Seid umsungen, Millionen!“ Und doch ist mir jeder Einzelne wichtig, und ich antworte jedem gern.

Da wir gerade bei den Zahlen sind: Vorgestern bin ich achtzig geworden. Das kommt davon, wenn man nicht rechtzeitig stirbt. Früher schämte ich mich dafür, schwul zu sein; jetzt schäme ich mich dafür, so ein alter, weißer Mann zu sein. Die Scham findet immer eine Möglichkeit, uns zu belästigen, und sei es die Scham vor denen, die, statistisch gesehen, pünktlicher abgetreten sind als ich: ‚die lieben Verstorbenen‘. Ich dagegen sitze nach wie vor hier – halb bedauernd, halb triumphierend – und schreibe. Wie immer. Gleichzeitig möchte ich den Jüngeren sagen: Lebt! Doch, das geht! Man darf sich dabei auch ruhig mal genieren, aber man muss daraus lernen. Entweder: Ich mache es von jetzt an anders als bisher – oder: Ich mache alles richtig und werde aufhören, mich dafür zu schämen. Punkt. Man muss allerdings rechtzeitig anfangen mit dem Üben. Erst nachdenken, aber dann vorpreschen: Ja, jetzt weiß ich es besser! Darum gebe ich nach oder darum wehre ich mich. Nicht bloß hoffen, dass die Funzel Gottes die Scheinwerfer des Satans überstrahlen wird. Selber strahlen!

Einfach weitermachen? – Nein. Jeden Tag neu anfangen.

Ich steige ab, aber nur von meiner Plattform.

Euer abkanzelnder
Hanno Rinke

Eisinsel

Quellen: 1 ARD Archivradio, Auszug aus ‚Der 7. Sinn‘ vom 12.09.1969 | 2 ‚Grün, grün, grün sind alle meine Kleider‘, dt. Volkslied, 1870
Grafiken (2): KI-generiert via Artlist

42 Kommentare zu “Der siebente Unsinn

  1. Ich mochte die Stelle mit den Farben und dem Kindergartenlied sehr. Da ist dieses typische Rinke-Ding drin: Man beginnt bei etwas völlig Harmlosen und plötzlich öffnet sich ein ganzer Raum mit Geschichte, Vorurteilen und Erinnerung. Gerade die Zeile „Grau, grau, grau sind alle meine Vorurteile“ fand ich fast stärker als die offensichtlicheren Pointen. Weil sie zeigt, wie schwer es ist, sich selbst beim Denken zuzusehen.

    Danke für die vielen interessanten Gedanken in dieser Reihe!

      1. Man gewöhnt sich so schnell an die sonntäglichen Predigten. Dankeschön für die Reihe.

  2. Ich finde das ist ein schöner letzter Text der Staffel, weil er irgendwie alles zusammenbringt: Humor, Erinnerung, Zweifel, Alter, Technik und die Frage, wie man eigentlich mit sich selbst leben will. Der Schluss wirkt nicht wie ein Abschied, sondern eher wie eine Aufforderung. Nicht stehen bleiben, nicht einfach weitermachen, sondern immer wieder neu anfangen. Das ist manchmal sicher schwierig und gleichzeitig so lebensbejahend.

    1. Naja, oft heißt es nur: Früher war alles besser, heute sitzen alle nur noch am Bildschirm. Aber hier wird auch die andere Seite gezeigt: Dass Menschen sich darüber überhaupt erst finden können. Wie bei fast allem kommt es doch darauf an, was wir daraus machen.

      1. Ich genieße Internet und KI. Ohne wäre ich sicher ärmer. Aber wie bei den Menschen, man muss erst lernen und dann wissen, wie man mit ihnen umgeht.

      2. Ich möchte auch nicht mehr zurück. Die Leute waren vorher auch nicht anders. Höchstens die Art und Weise wie sich das gezeigt hat.

      3. Die Frage nach der Abhängigkeit in Bezug auf KI fine ich trotzdem sehr treffend. Ich merke selbst, wie schnell man sich daran gewöhnt, etwas „nur kurz“ überprüfen oder formulieren zu lassen. Und irgendwann fragt man sich: Ist das noch eine Hilfe oder schon eine kleine Auslagerung des eigenen Denkens? Dass die KI gute Sätze produzieren kann, die trotzdem Unsinn ergeben, ist doch eine ziemlich gute Beschreibung unserer Zeit.

      4. ChatGPG gibt zu, meinen Stil analysieren, aber nicht kopieren zu können. Allerweltstexte sind für die KI natürlich kein Problem.

  3. Herr Rinke, mir ging es wie so oft: Ich musste beim Lesen oft lachen, aber an manchen Stellen blieb mir das Lachen auch ein bisschen im Hals stecken. Genau darum mag ich den Blog ja so: Man wird erst mit einem Wortspiel abgeholt und landet plötzlich bei Fragen, die eigentlich gar nicht lustig sind. Besonders der Gedanke, dass Unsinn manchmal mehr Sinn ergibt als die vermeintlich vernünftige Antwort, beschäftigt mich. Humor kann wirklich eine Art Schutz gegen die eigene Überheblichkeit sein.

      1. So sehe ich das auch. Ich habe grundsätzlich kein Problem mit AI, ich benutze es als Werkzeug für unterschiedliche Arbeiten. Aber die Geschwindigkeit mit der sich die Dinge weiterentwickeln ist manchmal schon gruselig.

  4. Der Droschkenkutscher ist ohne Frage arbeitslos. Aber läuft es bei den Programmierern eigentlich so viel besser? Ich frage mich manchmal…

      1. Vielen Dank. Ich war nie im Gefängnis. Ich lag nie im Koma. So habe ich keine Ausrede: Jeden Tag habe ich durchlebt.

  5. Der Text handelt für mich eigentlich weniger von KI als von Menschen. Von unserer Angst vor Kontrollverlust, von Scham, vom Bedürfnis, Recht zu behalten. Die KI ist vielleicht nur der aktuelle Spiegel. Früher waren es andere Dinge, vor denen man Angst hatte. Die eigentliche Frage bleibt immer: Was machen wir mit dem, was plötzlich größer ist als wir?

      1. Ich glaube, genau deshalb fällt mir der Gedanke schwer, dass KI irgendwann einmal „Herrschaft“ über uns ausüben könnte. Gott wurde von vielen Menschen als etwas Größeres gedacht, dem man sich freiwillig anvertraut, weil man darin Sinn, Trost oder Orientierung findet. Die KI dagegen verspricht vor allem Bequemlichkeit. Vielleicht ist das sogar die größere Versuchung.

        Bei Gott konnte man zweifeln, streiten oder den Glauben verlieren. Bei technischen Hilfsmitteln bemerkt man oft gar nicht, wie selbstverständlich sie geworden sind. Irgendwann fragt man nicht mehr, ob man sie benutzen will, sondern nur noch, ob man ohne sie überhaupt noch kann.

        Das macht mir weniger Angst als nachdenklich. Die eigentliche Gefahr besteht möglicherweise gar nicht darin, dass die KI klüger wird als wir, sondern darin, dass wir verlernen, ihr zu widersprechen.

  6. Arbeit ist ja nicht nur Geldverdienen, sondern meistens auch Struktur, Anerkennung und ein Gefühl von Bedeutung. Die Vorstellung, dass mehr Freizeit automatisch mehr Glück bedeutet, klingt für mich gar nicht so einleuchtend.

    1. Es kommt wahrscheinlich auch darauf an, was Freizeit haben bedeutet. Bzw. wie man seine Freizeit nutzt. Auch dort kann man ja Anerkennung bekommen. Und es gibt viele Menschen, die ihre Arbeit eh nicht mögen. So ganz verallgemeinern kann man das wohl in beide Richtungen nicht.

    1. Ich war ehrlich gesagt sehr überrascht, dass Sie schon 80 sind. Das liest man ihren Texten wirklich überhaupt nicht an.

      1. Vielen Dank. Ich merke es mir auch nicht an und werde mit der Zeit nicht gemütlicher.

  7. Für mich war dies einer der persönlichsten Texte der letzten Monate. Weniger wegen der Geburtstagsbemerkung als wegen der Stellen, an denen Unsicherheit durchscheint. Die Frage, wie viel Einfluss KI auf unser Denken haben wird, beschäftigt offenbar auch Sie selbst. Gerade dadurch wirkte der Beitrag ehrlich und nicht wie ein fertiges Urteil.

      1. Und das is sicher ein Grund, warum Ihre Texte so offen wirken. Ein fertiges Urteil macht einen Punkt – eine gute Frage öffnet eher einen Raum. Und gerade bei Themen wie KI, Alter oder dem eigenen Leben wäre mir ein zu schnelles „Ich weiß es“ fast verdächtiger als ein ehrliches „Ich weiß es noch nicht“.

      2. Ich finde es beruhigend, dass auch jemand, der so viel geschrieben und erlebt hat, bei neuen Entwicklungen nicht einfach eine fertige Meinung aus der Schublade zieht.

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