HANNO RINKE BLOG

Dialog 4: Zu Besuch

MANN GEGEN MANN – (Ein Dunkler: D; ein Blonder: B) D: Also, ich glaube, ich geh’ dann. B: Oh, entschuldige! Ich bin wohl etwas eingeschlafen. Das passiert mir immer am Sonntagnachmittag.

weiterlesen
27 Kommentare

Dialog 3: Im Park

STERNSTUNDE – (Ein Lederkerl: L; noch ein Lederkerl: LL) Na? Na.

weiterlesen
34 Kommentare

Dialog 2: Am Telefon

NICHTS BESONDERES – (Der, der anruft: A; der, bei dem es klingelt: K) K: Hallo A: Martin? K: Ja? A: Stefan. K: Stefan! Nummer unterdrückt. Geh ich sonst gar nicht ran.

weiterlesen
37 Kommentare

Dialog 1: Bei Tisch

Goldene Hochzeit – (Ein Gast: G; seine Tischdame: T) T: Und Sie sind also Willies Enkel, der Enkel vom wilden Willie? – Kaum zu glauben! G: Ist er so genannt worden? T: Ja, so haben wir ihn immer genannt, weil er – also, er war schon ein toller Hecht. Und ein fabelhafter Hockey-Spieler. Spielen Sie auch Hockey?

weiterlesen
36 Kommentare

#6 – Das Fehlen von Überhöhung

Brief vom 30.09.’83 an Pali – Teil 2 Nach dieser Nacht war mir nach Höfischem. Bei strahlend schönem Wetter schwänzte ich die Schule und fuhr mit Irene nach Versailles. Es wurde der schönste Tag mit ihr: im riesigen, puttengesäumten Garten, im Restaurant unter Kastanien, im angeregten Gespräch. Das Terrassenrestaurant im Park von Versailles kittet jede Ehe, selbst die ödipalste. Schon der Vortag in den Winkelgassen Montmartres hatte ‚heitere Urlaubsstimmung‘ geatmet. Heute nun war alles Friede und Freude.

weiterlesen
36 Kommentare

#5 – Das kleine Reich – der große Krach

Brief vom 30.09.’83 an Pali – Teil 1 Also wirklich der letzte Tag? Der übliche Block sträubte sich: Er blieb versehentlich zu Hause. ‚Zu Hause‘ – wie das klingt! Der Stift sträubt sich. Er verweigert den Dienst.

weiterlesen
44 Kommentare

#4 – Eine fremde Welt

Brief vom 23.09.’83 an Pali – Teil 2 Ich war ruhig. Krank und krankhaft, aber ruhig. Als Erstes gab ich gleich eine Ladung vom Hamburger Hausarzt verschriebener todsicherer Durchfallstopper in flüssiger Form von mir, dann dachte ich: „Es hilft nichts – ein hiesiger Arzt muss her!“

weiterlesen
32 Kommentare

#3 – Absturz

Brief vom 23.09.’83 an Pali – Teil 1 Der Himmel ist leer, mein Kopf auch. Der erste schöne Tag, wolkenlos. Als ich vorhin aus dem Haus trat, war Paris plötzlich so, wie ich es von meinen früheren Reisen her kannte: heiter und sonnig.

weiterlesen
37 Kommentare

#2 – Totensonntagseuphorie

Paris, Totensonntag ’81: Pali, nun ist es halb fünf. Mein letzter Tag in Paris, mein letzter Tag ‚unterwegs‘ in diesem Jahr, ist fast vorbei. Allerspätestens in zwei Stunden muss ich das Taxi zum Flugplatz besteigen. Ich sitze in einer Tages-Lederkneipe und genieße die Blödsinnigkeit, zwischen Männern, die hier auf flotte Anmache rumhoffen, zu schreiben.

weiterlesen
37 Kommentare

#1 – Opa? – Nein, danke!

1983 – ich sage gern – ‚lebte‘ ich in Paris, denn das tat ich wirklich, so kurz die Zeit auch war. Damals war der Klimawandel noch kein allgemein anerkanntes Problem, Rassismus fand aus heutiger Sicht überall statt, oft ohne böse Absicht, und Männer und Frauen, die sich im falschen Körper wähnten, galten als so kleine Minderheit, dass sie im öffentlichen Diskurs nicht vorkamen.

weiterlesen
38 Kommentare
Am Teich

#30 – Epilog

Mehr als zwanzig Jahre ist es her, dass ich diesen Brief – damals wie üblich an meinen Freund Pali – geschrieben habe. Pali war es gewohnt, an meinen Briefen eine ganze Nacht lang zu lesen, zu lachen, zu weinen, pausenlos zu rauchen und sich aufbrausend über mich zu ärgern.

weiterlesen
34 Kommentare
Am Teich

#29 – Lügen

Ich öffne die Pforte, sie geht nach außen auf, ich muss Guntrams Rollstuhl wieder ein Stück zurückschieben, es gibt einen Ruck am Kantstein. „Ach, Gott, nein, Kinder“, schreit Guntram, „nun sagt doch mal selber: Muss das denn noch sein!“ Guntrams Erinnerungen decken sich nicht mit seiner Wirklichkeit.

weiterlesen
33 Kommentare
1 bis 12 von 636
newsletter promo

Haben Sie Freude an meiner Vergangenheitsbewältigung? Dann gefällt Ihnen womöglich auch, was mich in der Gegenwart beschäftigt. Zu der äußere ich mich sonntags. Am Sonntagabend stehen immer drei neue Beiträge von mir im Netz. Dieses literarische Kleeblatt kröne ich gern mit Aktuellem. Meinen Neubrief können Sie abonnieren. Er nennt sich: ‚Newsletter‘.


Hanno Rinke

newsletter