HANNO RINKE BLOG

Schmelzen wie Schnee | #3

Sich treiben lassen oder gegen den Strom schwimmen. Vielleicht liegt das Ziel stromabwärts, und die ganze Mühe war umsonst.

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Schmelzen wie Schnee | #2

„Christian wäre mir fast abgesoffen“, sagte Andreas, während er sich nachlässig den Rücken abtrocknete. „Im Ernst?“ Regina machte ein bestürztes Gesicht. „Dann wäre er jetzt schon im Himmel ...“

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DER UNTÄTER – Schmelzen wie Schnee | #1

Was bleibt, ist der Tod und immer wieder der Tod. Er macht das Unendliche endlich, das Unerträgliche erträglich, das Ungreifbare fassbar, selbst ungreifbar wie die Stille, die ihn umgibt.

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Blaue Stunde | #4

Ich mache Licht, und sofort wird das Blau in meinem Fenster düsterer, bedrohlicher. Helligkeit ist kein Abwehrmittel. Ich knipse das Licht rasch wieder aus. Die Lampe verstummt. Mein Blau gewinnt seinen ursprünglichen Ton zurück; sanft, tot, gelassen.

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Blaue Stunde | #3

Wir sitzen auf der Terrasse. Der Sommerabend ertrinkt in einem Blau, das wie Betäubung über dem Garten liegt. Die Gegenstände scheinen ihre eigenen Schatten. Auf dem Tisch schimmern unsere Gläser, aus denen der Duft von Bowle steigt.

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Blaue Stunde | #2

Mein Beruf macht mir viel Freude. Ich komme mit den verschiedenartigsten Menschen zusammen, ich sehe große Teile der Welt und trage Verantwortung. Ich bin Pilot. Es ist der ideale Beruf für mich.

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DER TÄTER – Blaue Stunde | #1

Jedes Mal wenn ich sehe, wie das tintige Blau des Spätnachmittags von der hereinbrechenden Nacht aufgesogen wird, horche ich für ein, zwei Minuten reglos in die Dämmerung. Dann scheint es mir, als müsse alles Leben ersticken ...

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Praxis ohne Theorie | #6

In einer geringen Entfernung von mir rang Claudia mit einem Mann. Sie wehrte sich oder er wehrte sich, aber beide gaben keinen Laut von sich. Sie schrie nicht um Hilfe, und ich hatte das Gefühl, sie versuchte auch gar nicht, davonzulaufen.

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Praxis ohne Theorie | #5

Meine Haushälterin klopfte an die Tür: „Das Abendessen ist fertig.“ Ich versuchte verwirrt, die Zeiger meiner Uhr im Dunkeln zu erkennen. „Ist Claudia denn da?“ „Aber ja! Seit einer Stunde schon! Sie hat sich wohl etwas hingelegt.“

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Praxis ohne Theorie | #4

Von Minute zu Minute wurde ich unruhiger. Ich quälte mich mit sinnlosen Vorwürfen und malte mir Claudias Zustand in den schrecklichsten Farben aus. Wie unter einem Zwang irrte ich durch das Zimmer, aufgerieben zwischen den stummen Wänden und meinem dröhnenden Kopf. Jedes Mal, wenn ein Geräusch von der Straße hineindrang, sprang ich atemlos ans Fenster.

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Praxis ohne Theorie | #3

Erschöpft ließ er die Hände sinken. Sein Gesicht war grau und schweißbedeckt. Ein Zittern schüttelte seinen ausgehungerten Körper. „Verstehen Sie mich?“, fragte er erschöpft. Ich sah ihn an, versteinert. Solch ein Ausbruch! Fast empfand ich Mitleid mit ihm. Mitleid? Oder war es doch eine düstere Art von Bewunderung? Bewunderung für die Endgültigkeit seiner Entscheidung. Eine Entscheidung, die zu treffen ich nicht schwach genug war. Er griff nach mir und packte mich am Handgelenk.

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Praxis ohne Theorie | #2

Endlich schnellten die Hände hinab und versanken in seinem Schoß. Er straffte sich. „Morphium“, sagte er ruhig. Ich fuhr auf. „Sind Sie wahnsinnig?!“ „Nein – süchtig!“ Sein Kopf sank erschöpft herab unter der Bürde des Geständnisses. Dann begann es wieder in ihm zu glimmen.

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Haben Sie Freude an meiner Vergangenheitsbewältigung? Dann gefällt Ihnen womöglich auch, was mich in der Gegenwart beschäftigt. Zu der äußere ich mich sonntags. Am Sonntagabend stehen immer drei neue Beiträge von mir im Netz. Dieses literarische Kleeblatt kröne ich gern mit Aktuellem. Meinen Neubrief können Sie abonnieren. Er nennt sich: ‚Newsletter‘.


Hanno Rinke

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