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DIE ELF  —   9. Kapitel: SIEBENUNDSIEBZIG

#9.4 | Alles Schlechte zum Geburtstag

Die Wirklichkeit zu erkennen ist nötig und unmöglich: Der Standpunkt macht’s. Wenn ich halbwegs bei Verstand bin und sehe, wie es zugeht, will ich entweder etwas verändern oder daran arbeiten, dass die anderen nicht merken, wie es zugeht, damit sie meine gesicherte Position nicht infrage stellen.

Mein Wunsch war es immer, die Wirklichkeit zu sehen, also auch: sie auszuhalten. Mir wollte ich nichts vormachen, den anderen schon. Sie sollten denken, dass ich intelligenter und hübscher bin, als die Scheißnatur es für mich vorgesehen hatte. Dieses Schnippchen hab’ ich ihr auch geschlagen. Ich weiß ja, dass es ‚die Natur‘ so nicht gibt, aber es macht mir großen Spaß, sie zu ärgern: Andere kämpfen larmoyant um jeden Käfer, der durch eine geplante Weltverbesserungsmaßnahme – wie zum Beispiel ‚Stromerzeugung‘
aus erneuerbarer Energie – gestört werden könnte (allein diese Übertreibung desavouiert meine Behauptung!). Ich pflanze mich nicht mal selber fort. Natürlich kann ich es nicht beurteilen, aber ich glaube, wenn man rammelt, um ein Kind herzustellen, ist der Sex weniger geil, als wenn man einfach Spaß haben oder imponieren will. Beeindrucken oder verbessern. Wahrscheinlich habe ich mich wirklich nicht genügend für die Gemeinschaft eingesetzt. Weil ich sie doch so schlecht ertrage. Sahra Wagenknecht hält auch keine Leute aus, hat aber trotzdem eine Partei gegründet und ist immer gut angezogen. Daran kann ich mich nicht messen. Trotzdem ist Bescheidenheit nicht meine hervorstechendste Eigenschaft. Deshalb hole ich, bevor ich klein beigebe, zu einem letzten Rundumschlag aus.

Foto: Privatarchiv H. R.

Fressen, ficken, schlafen. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das mehr will. Eine gewisse Form von Zuneigung möchte ich auch Schmetterlingen zubilligen, wenn sie einander umflattern, und Affenmüttern, wenn sie ihr Kind versorgen. Aber ob da Bewusstsein oder Instinkt eine Rolle spielt, traue ich mich nicht zu beurteilen.

Machtkämpfe gibt es auch im Tierreich. Bei Ameisen vermute ich sie nicht, bei Hirschen weiß ich davon. Doch auch bei solch animalischem Kräftemessen geht es ja um Futterplätze und Fortpflanzungsmöglichkeiten. Beim Menschen kommt etwas anderes hinzu: Armut wird oft als bedrückend empfunden. Wer sich emporgekämpft hat aus schwierigen Verhältnissen, ist oft gestählter für eine ungewisse Zukunft als jemand, der/die im Luxus aufgewachsen ist. Das leuchtet ein. Aber ab einer bestimmten Größenordnung kann Geld der Anreiz nicht mehr sein, Macht schon. Für den Machtbesessenen ist das Streben nach Macht genauso unerschöpflich wie für den Spielsüchtigen die Gewinnaussicht im Casino und für den Trinker der Alkoholvorrat im Supermarkt.

Alexander der Große, Hitler und jetzt Putin fallen mir als Erste ein. Völlig unterschiedliche Charaktere, ich weiß. Gemeinsam haben sie, dass sie ihre Eroberungskriege als Kampf zum Wohle ihres Volkes, wenn nicht gar der ganzen Menschheit, stilisieren. Sonst hätte ja auch keiner mitgemacht. Ihnen zu glauben heißt, ihnen zu dienen – zum Beispiel als Kanonenfutter. Kriege sind gefräßig. Sich dem Machtstreben eines Einzelnen fügen zu wollen oder fügen zu müssen, bringt jetzt Zerstörung und Tod in einem Ausmaß zurück nach Europa, das den gutgläubigen Kindern des späten 20. Jahrhunderts unvorstellbar war. Auch ich fasse es nicht. All diese fehlgeleitete Energie! Statt die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit wir die Erde lebenswert erhalten können, müssen wir aufrüsten und uns um Flüchtlinge kümmern.

Wahrscheinlich bin ich zu radikal. Ich weiß ja, dass ich nicht selber kämpfen muss. Aber ich hätte sofort ab dem russischen Angriff im Februar 2022 die Ukraine mit allem, was an Menschen und Material möglich ist, unterstützt. Ein vernichtender Schlag. Sofort. Und dann ist Ruhe. Atomkrieg? – Die Angst vor Putin macht ihn stark. Bei welchem Schritt des Westens er die NATO als Kriegspartei ansieht, liegt doch vollständig in seinem Ermessen. Dieses Putins vermeintliche Grenzen auslotende Rumgetänzel, bloß um ihn ja nicht zu provozieren, das ist niederziehend. Putin macht sowieso, was er will. Sein Vorrat an Soldaten ist unerschöpflich, die Geduld des US-Senats und der europäischen Wähler ist es vielleicht nicht. Hoffentlich leiden wenigstens auch die Geduld und die Finanzkraft der Oligarchen. Nur: Wenn das mal reicht, um Putin zu stürzen. Am 20. Juli 1944 hat es in Deutschland nicht gereicht.

Hitler hätte ganz sicher die Atombombe abwerfen lassen. Was möglich ist, wird auch eingesetzt. Meistens. Bei dem Überschallflieger ‚Concorde‘ ging es um wirtschaftliche Interessen. Da gibt es ‚Einsicht‘ als Möglichkeit, bei Ideologien nicht. Überzeugungstäter sind literarisch interessant. In der Wirklichkeit haben sie nichts zu suchen: Sie finden einfach zu viel. Zu vieles, das nicht ins eigene Weltbild passt. Das müssen sie ausmerzen, damit entweder die Erde besser wird oder sie in den Himmel kommen, gern auch in Kombination.

Nachdem ich es geschafft habe, mich aus dem Katholizismus zu befreien, billige ich mir das Recht zu, auch von anderen zu verlangen, sich aus ihren vorgefertigten Denkmustern zu befreien – zum Beispiel aus dem Islam. Asylanten kann man nicht abweisen, ich schon. An meinem geistigen Stammtisch geht es so zu: Männern wird an unserer Staatsgrenze von einem aufgetakelten Transvestiten Schweinshaxe und Obstschnaps angeboten. Greift der Ankömmling zu: herzlich willkommen! Lehnt er ab: weg damit! Frauen wird das Kopftuch runtergerissen. Freuen sie sich: herzlich willkommen! Meckern sie rum: weg damit! Menschen, denen die Entscheidung über ihr Geschlecht schwerfällt, sind in deutschen Aufnahmelagern seltener anzutreffen als in deutschen Diskussionsbeiträgen. Für Transsexuelle habe ich noch keine Lösung, arbeite aber daran.

Sicher, eine nach sämtlichen Maßstäben gute Welt ist erstens unmöglich und zweitens langweilig. Aber muss sie denn, auch nach sämtlichen Maßstäben, gar so furchtbar sein? In Afrika gibt es fast keinen erfreulichen Staat mehr. Misswirtschaft, Ausplünderung, Frauenbeschneidung. Immer noch die Schuld der Kolonialherren, die den Stammesfürsten bis vor zweihundert Jahren ihre Sklaven abgekauft haben? Schuld der willkürlich festgelegten Grenzen?

Im Nahen Osten bombardierte die Hamas im Gazastreifen ein Krankenhaus, um es den Israelis in die Schuhe zu schieben und dadurch die ganze Welt gegen die ‚brutalen Juden‘ aufzuhetzen. So sehe ich das. In Gleiwitz ist ja die SS schon ähnlich vorgegangen, um einen Vorwand für den Zweiten Weltkrieg zu liefern. Dabei waren die Möglichkeiten, Empörung zu entfachen, damals noch nicht ganz so ausgefeilt wie heute.

Die Palästinenser hatten fast 2000 Jahre Zeit, aus der Gegend etwas zu machen. Und was haben sie gemacht? – Nichts. Dann kamen die Juden, und jetzt ist das Gebiet in weiten Teilen ein blühender Garten mit Obst- und Gemüseplantagen. Auch im Export von Hightech-Produkten ist Israel führend. Bereits die Frage, welchen IQ ein Durchschnittspalästinenser und ein Durchschnittsisraeli wohl haben mag, ist unerträglich rassistisch. 1968 wurden Professoren von ihren Studenten aus dem Hörsaal gejagt, wenn sie behaupteten, dass nicht nur die Umwelt, sondern auch die Vererbung eine Rolle spiele. Fanatismus ist nicht auszurotten, weil er genauso viel Spaß macht wie ein Meisterschaftsspiel. Unsere Elf! Kämpfen, hassen, siegen.

Schon vor dreißig Jahren erkannte Enzensberger, ökonomisch hätten die arabischen Länder jenseits des Rohstoffhandels nichts zustande gebracht. Es bestünde eine vollständige ökonomische, technische und intellektuelle Abhängigkeit vom Westen, die für die Betroffenen schwer zu ertragen sei. Jeder Kühlschrank, jedes Telefon, jede Steckdose, jeder Schraubenzieher, von Erzeugnissen der Hochtechnologie ganz zu schweigen, stellt daher für jeden Araber, der einen Gedanken fassen kann, eine stumme Demütigung dar. Das macht bockig. Aber dass es unter den Juden genauso schlimme Rassisten gibt wie unter den Palästinensern, das wird man ja wohl noch sagen dürfen …

Ultra-orthodoxe Juden und Islamisten zusammen in die Wüste schicken. Weg damit! Nein, nutzt nichts. Fanatismus ist nicht auszurotten. Aber kühl kalkuliert reicht auch schon. In Asien wächst die neue Elite heran, selbstbewusst, womöglich durch Überwachung manipuliert, aber in ihrem Willen den zaudernden Europäern überlegen. Rechte Populisten, die den Nationalstolz proklamieren, haben in Europa erstaunlichen Zulauf. Erstaunlich nur für die, die alles wollen und nichts sehen.

Die Demokratie als solche freut sich über unterschiedliche Meinungen und unterhaltsamen Streit im Parlament. Den Bürgern wird von den Medien nahegelegt, unzufrieden zu sein, wenn die Regierung uneins ist, statt zu bestimmen. Klar, dass die Verbände hinterher sowieso über diese Bestimmungen herfallen werden. Ich will eigentlich bloß, dass alle dieselbe Meinung haben wie ich, und wenn ich sie von dieser Meinung zunächst noch hatte überzeugen müssen, dann steigert das mein anschließendes Glücksgefühl erheblich. Ob sich allerdings auf diese Weise die Zukunft gestalten lässt – ich fürchte, es kommt alles ganz anders. Fest steht: Die Mehrzahl der Menschen hat sich in ihrem jeweiligen Zustand immer irgendwie eingerichtet und schon eine bombenlose Nacht oder eine Schüssel Reis als vorübergehendes Glück empfunden. Nichts Ähnliches ist mir zugestoßen.

Ich bin zur besten Zeit in der besten Umwelt aufgewachsen. Behütet, anerkannt. Nie wurde ich diskriminiert. Niemand hat je Scheißschwuchtel, Judensau oder Nazideutscher zu mir gesagt. Mein subjektiv empfundenes Außenseitertum war immer sehr bequem, überall auf der Welt. Also sollte ich vielleicht nicht nur dankbar, sondern auch still sein. Aber – das liegt mir nun mal nicht.

Und jetzt? Vergangenheit und Gegenwart sind abgearbeitet. Bleibt noch die Zukunft. Wie wird die? Über meine eigenen Aussichten mache ich mir verständlicherweise weniger Gedanken als damals, als ich noch jung und katholisch war. Der immerwährende Orgasmus, der Seele und Körper versöhnt, ohne dabei durch seine Unendlichkeit Angst zu machen – das wäre eine nette Belohnung vom meistens unfreundlichen Gott, um uns dafür zu entschädigen, gelebt haben zu müssen. Stattdessen erwarte ich eher Totenstille, unterbrochen nicht mal von den Maden, die behutsam und geräuschlos an der Leiche nagen.

Bei jedem meiner Schnapszahlen-Geburtstage hatte ich eine Vorstellung davon, wie das Leben in weiteren elf Jahren wohl sein würde. Geirrt habe ich mich jedes Mal. Für meine 88 lasse ich die Prognose gleich ganz weg. Die schenke ich mir. Is’ ja Jeburtstach.

Foto: Privatarchiv H. R. | Titelbild mit Material aus dem Privatarchiv H. R. (1), von betzy arosemena/Unsplash (LGBTQ-Motiv) und Shutterstock (Peace-Symbol)

61 Kommentare zu “#9.4 | Alles Schlechte zum Geburtstag

  1. Wie das Leben in 11 Jahren aussehen könnte, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn der Planet bis dahin noch nicht auf 30 Grad Wintertemperatur aufgeheizt ist und sowohl Westen wie Osten unzerbombt wären, das wäre schon mal ein Anfang.

    1. Ein paar Kleinigkeiten müssten wohl noch dazukommen, um das Leben lebenswert zu machen. Aber da gibt es dann bestimmt eine Sonde, die ins dafür erforderliche Hirn-Areal führt.

      1. Nur wenn uns eines Tages künstliche Intelligenz eingepflanzt wird, ist es wohl aus mit dem Humanismus. Aber wer weiß – vielleicht funktioniert die Welt dann ein Stück weit besser als jetzt.

      1. Das ist ganz ungewohnt. Man hat sich so an den Rhythmus der Neuveröffentlichungen gewöhnt gehabt.

    1. Mir auch! Vielen Dank für das interessante Projekt. Ich habe gerne mitgelesen. Besonders gefallen hat mir, dass dieses Mal zwar wieder eine autobiografische Grundlage da war, es aber auch ganz konkrete Gedanken, Bezüge, Ideen zur Gegenwart gab. Mehr als sonst. Gerade in Kombination mit den sonntäglichen Predigten war das wirklich spannend. Ich hoffe auf noch viel mehr Neues von Ihnen in diesem Jahr.

      1. Das ist mir auch aufgefallen. So viel Vitalität und Leidenschaft wünsche ich mir mit 77 ebenfalls. Ich finde es immer spannend, wie einige Kernsätze wiederholt auftauchen (Ob es sich lohnt geboren worden zu sein, was man vom Leben erwartet, wann sich ein Leben lohnt, wie man im Alter weniger teilnimmt…) und im gleichen Zug durch die frische und gestochen scharfe Sprache wieder ausbalanciert werden. Auch von mir eine Dankeschön für die unterhaltsame ELF.

      2. Ich möchte auch noch ein Dankeschön hinterherschicken. Das scheint ja der erste Sonntag seit Langem ohne neue Predigt zu sein. Hoffentlich bleibt es nicht so. Aber in jedem Fall Danke für die anregenden Texte der letzten Wochen. Die haben mir meinen Sonntagmorgen immer bereichert.

      3. Das tut mir gut. Die Themen liegen ja nicht nur auf der Straße, sondern auch in der Luft.

  2. Sind heute eigentlich nur die Möglichkeiten jemanden zu Empören größer oder ist es auch die Bereitschaft zur Empörung?

    1. Ich würde mich fast für die Option „Beides“ entscheiden. Es kann aber auch sein, dass es nur daran liegt, dass die sozialen Medien alles lauter machen.

      1. Es ist die grenzenlose Verbreitung aller Informationen. Nicht falsch oder richtig zählt, sondern aufregend oder langweilig.

      2. Mir fehlt es sehr an Aufrichtigkeit in der Berichterstattung und insbesondere bei den wilden Falschmeldungen über die sozialen Kanäle. Vor lauter unqualifizierter „Jetzt-Informationen“ besteht doch gerade die Gefahr, dass nur Meinungsmache verbreitet wird und dies bei den Menschen hängen bleibt.

      3. Ich würde das gar nicht Berichterstattung nennen. Entgegen der landläufigen Meinung (What the mainstream media doesn’t want you to see…) traue ich den großen Nachrichtenmedien eigentlich. Was sich auf Insta als Falschmeldung verbreitet sind ja meistens Posts von Privatpersonen, die auf einem viral werden.

      4. Na ja, es werden schon oft die großen Nachrichtensgenturen zitiert. Nur werden da Zitate viel zu oft aus dem Zusammenhang gerissen.

      5. Wer nur die Schlagworte wahrnimmt und sich den Details verschließt, lebt im Gefängnis seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Bei uns. In Diktaturen mit staatlicher Zensur kann man die Bürger bedauern oder beneiden. Wissen ist anstrengend.

      6. In dem Gefängnis scheinen mir relativ viele Social Media Nutzer zu leben. Über Schlagworte gehen die Posts doch meistens gar nicht hinaus.

  3. Dass die Palästinenser nichts aus ihrem Land gemacht haben finde ich ein ungerechtes Argument. Das ist ja kein Grund, dass deshalb mal jemand anderes ran soll.

    1. Wenn jemand nichts zustande bringt, kommt jemand anderes dran. In der Politik, in der Wirtschaft, in der Liebe.

      1. Wahrscheinlich ist das so. Ob es die Dinge deswegen automatisch richtig macht bleibt dahingestellt.

      2. Gar nichts zu machen, kann schlau sein. Aus Einfallslosigkeit nichts zu tun, ist inakzeptabel. Der erste, der sich was traut, siegt dann.

      1. Ich beneide Menschen sehr, die es schaffen nicht alles todernst zu nehmen. Ich bemühe mich zwar, aber mir fehlt manchmal das Talent.

      1. Ich fände es gar nicht so schlecht, wenn auch die Weltereignisse etwas vorsichtiger dosiert auftreten würden. Kriege und Konflikte gibt es im Moment schon genug und beim Klima könnten wir auch etwas Zeit gebrauchen.

      2. Die Weltpolitik scheint sich weniger nach unseren Wünschen als nach den Phantasien einzelner zu richten.

      1. Es scheint leider wirklich so zu sein. Und das nicht nur bei den Ameisen. Die Menschen machen es kaum besser.

  4. Ja richtig, warum wird die Ukraine eigentlich nicht viel konsequenter unterstützt? Es ist ja auch jetzt noch nicht zu spät.

      1. Die mögliche Verärgerung Putins vermeiden zu wollen, heißt, sich selbst zu fesseln.

      2. So scheint es. Ich fürchte, dass sich das am Ende nicht als die richtige Entscheidung herausstellt.

      3. Recht zu behalten, macht nicht immer Spaß. Der Triumph ist manchmal geringer als der Schaden.

      4. ja, im gegenteil. jedes mal, wenn ich die nachrichten sehe und mir gedanken über den ausgang dieser ganzen konflikte mache, dann wünsche ich mir, dass ich falsch liege.

  5. Alles Schlechte zum Geburtstag. Bei der Morgenheadline („World War Three is approaching fast, and too few are willing to admit why“) passt das ja wie aufs Auge.

  6. Der Vergleich zwischen Fanatismus und einem Fussballspiel trifft es ziemlich gut. Solange man selbst dazu gehört, kann man sich ordentlich aufregen und gegen die Anderen pöbeln. Masse ist ja immer gut. Und je mehr man sich in diese Aufregung reinsteigert, je eher vergisst man die eigenen alltäglichen Probleme. Super.

    1. Fanatismus funktioniert ja oft so gut, weil man sich grundsätzlich zurück gelassen und auf einmal verstanden fühlt. Dass das alles nur Schau ist, fällt erst später auf.

      1. Fanatismus glaubt an die Allgemeingültigkeit der eigenen Wahrheit, wie ich sie in meiner vorigen Sonntagspredigt anspreche. Humor und Komprimissbereitschaft ausgeschlossen. Ein erfülltes Leben.

  7. So maßlos und sündhaft, wie man im Mittelalter noch geglaubt hätte, war DIE ELF wahrscheinlich nicht 😉 Aber richtig unterhaltsam war sie trotzdem. Bei mir steht in diesem Sommer ein 11er-Geburtstag an. Ich bin gespannt ob sich ähnlich einschneidende Ereignisse ergeben werden, wie es in der Erzählung der Fall war.

      1. Haha, ich danke! Ich überlasse das Schreiben lieber Ihnen und beschränke mich auf die Bloglektüre…

  8. Ich kam jetzt erst dazu diese Reihe komplett zu lesen. Dank Ihnen hatte ich trotz etlicher Verspätungen eine spannende Bahnfahrt nach Wien und bin gespannt, was Sie als nächstes präsentieren werden. Ich finde Ihre unkatholische Gesinnung mit Blick auf das Zeitgeschehen immer sehr unterhaltsam. Gerne weiter so!

    1. Gut. Ich warte auf Ihre nächste Reise mit einem verspäteten oder ausgefallenen Verkehrsmittel. Auf meine Ausgefallenheit ist ja doch mehr Verlass als auf die Streikbereitschaft des Boden- und Bordpersonals.

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