Die Zeit der Ringelblumen ist vorbei.
Den Musik-Boxen fehlt der letzte Groschen.
Der Schnaps ist alle.
Ich hau’ mich in die Falle. –
Das mit den Kullertränen, das ist auch vorbei.

Die Zeit der lauen Nächte ist mein Glück.
Dann sitz’ ich da und kümmre mich um gar nichts.
Ich habe mich entschlossen:
Das Leben wird genossen!
Und das ist manchmal reine Plackerei.

Die Zeit der Ringelblumen ist ein Witz.
Ich glaub’, es gibt sie nur in kleinen Vasen.
Mein Trick geht immer wieder.
Die Nacht geht in die Glieder.
Und wenn du willst, dann kannst du mit mir gehn.

Hamburg im Oktober 1972

E N D E

Titel- und Abschlussgrafik mit Material von Shutterstock: Butterfly Hunter (Schmetterling, orange), New Africa (Schmetterling, blau), Maya Kruchankova (Blumen in Tasse) | Elvira Tursynbayeva (vertrocknete Blume)

Hanno Rinke Rundbrief

30 Kommentare zu “4.6 | Resümee

      1. Wer sich ungeimpft vom Leben ausschließen lässt, der ist dann halt auch einfach selbst Schuld. Da kann ich kein großes Mitgefühl für aufbringen.

      2. Man kann ja trotzdem nur hoffen, dass die Pandemie gegen Sommer langsam aber dann doch hoffentlich sicher ihrem Ende entgegen geht. Ich hatte so viele (leichte) Impfdurchbrüche im Freundeskreis, dass ich auch geboosted noch ein paar Wochen warten möchte, bis ich mich wieder komplett frei ins Leben stürze.

      3. Ob in der Kombination aus möglichen weiteren Corvit-Varianten und Klimaschutz-Maßnahmen unser Leben wieder so wird wie vor 2020, wird man sehen. Da denke ich noch gar nicht an die Ukraine und Taiwan.

      1. Es kommt ja auch nicht nur auf die richtige Wahl an, sondern gerade langfristig auch auf eine gute Mischung. Ermüden kann man sich ja an so ziemlich allem.

  1. Nun wird hier in diesem Abschluss doch noch einmal 1972 bzw. die Jugend so richtig deutlich. Es kann natürlich nicht ewig um Ringelblumen gehen.

      1. Auf alle Fälle. Viel Spannenderes gibt es ja nicht im Leben. Allein bleibt es auf Dauer nur mäßig interessant.

      2. Keine Frage. Virtuell funktioniert für mich nur als Vorbereitung oder Begleitung zum Analogen.

      3. Ich höre immer, dass alles was online passiert nicht das richtige Leben ist. Ich würde aber widersprechen. Das kann sich doch alles überlagern. Ein paar meiner besten Freunde sind durch Onlinekontakte entstanden.

      4. Das ist halt Typsache. Aber letztendlich ist das doch auch völlig egal. Die Menschen müssen glücklich sein, mit dem was sie da machen. Dass das immer gleich von allen Seiten bewertet werden muss, nervt doch eh.

      5. Digitale Anbahnungen, die zu keinem persönlichen Kennenlernen führen, kommen uns seltsam vor, aber auch früher schon gab es Brieffreundschaften, denen nie eine reale Begegnung folgte.

      6. Na das ist mal ein interessanter Punkt zu dem Thema! Stimmt natürlich, solche Arten der Bekanntschaft sind wohl gar nicht so neu wie man immer denkt.

      1. Das Risiko bleibt natürlich. Aber oft kommt man aus so einer Falle ja auch wieder heraus wenn man schnell genug reagiert. Man darf nur nicht zu viel träumen und den Moment verpassen.

      2. Zu wenig zu träumen ist in manchem Falle auch eine Falle. Ohne Träume kein Fortschritt. Andererseits: Träumerei bringt Stillstand.

      3. Man muss den Unterschied kennen, nicht? Wer allein in seinen Träumen lebt, der kommt im Leben nicht weiter. Andersherum sieht es ähnlich aus. Mit ein bisschen Geschick kann man beides kombinieren und zu seinem Vorteil ausnutzen.

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