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Tänzer außer der Reihe

Dialog 30: Auf der Hochzeit

– Überwiegend in Jamben verfasst –

KANAA

(Der Zöllner zu Christi Zeiten: Z; sein Alter Ego von heute: A)

Z: Die vielen Gäste! Diese fromme Fröhlichkeit!
Der Garten ist gesegnet und der Tag.
Was für ein prachtvolles Paar! Die Abendsonne fügt beider Umrisse zu einem Mosaik aus Gold und Kupfer. Es ist beglückend zu sehen, wie zugetan sie einander sind: einfache Menschen nur. Dennoch strahlt er Würde aus und sie Anmut.

A: Findest du ihn nicht anmutig?

Z: Bei Männern nimmt man das nicht wahr.

A: Nein? Ich ja.

Z: Du solltest deine Gedanken und Gefühle im Zaume halten. Es ist zum Schaden, Grenzen zu überschreiten, die uns der HERR gesetzt hat.

A: Als Zollbeamter bin ich Fachmann auf diesem Gebiet, und ich seh’ es realistisch: Sie versuchen fast alle, ein paar geheime Träume an ihrem Gewissen vorbeizuschmuggeln. Wenn sie ertappt werden, tun sie arglos: ‚Die Gedanken sind frei.‘ Dabei gibt es kein gefährlicheres Gift als Gedanken.

Z: Da gehen wir einig. Gleichwohl – er hat Anmut, fürwahr.

A: Du, sieh dich vor! Der Wein ist dir zu Kopf gestiegen.

Z: Gib selber acht! Du scheinst verwegener als ich.

A: Der Wein ist alle. Hast du’s nicht gemerkt?
Der Mann aus Nazareth ist grad gebeten worden, sich zu kümmern.

Z: Er ist kein Weinhändler.

A: Du kennst dich aus in allen Ständen.

Z: Das muss ich. Denn das ist mein Amt.

A: Betrügst du viel?

Z: Was fällt dir ein?

A: Jeder weiß, dass ihr abzweigt.

Z: Das ist nicht wahr.

A: Nein?

Z: Es stimmt. Unser Leumund ist schlecht. Aber es gibt anständige Zöllner. Der Mann aus Nazareth, er misst nach dem Herzen, nicht nach dem Wort.

A: Kennst du ihn näher?

Z: Nein. Ich würde gern, jedoch …

A: Jedoch?

Z: Ich füge mich nicht in seine Gesellschaft.

A: Warum nicht?

Z: Sie wollen das Gute.

A: Und du?

Z: Ich …

A: Betrügst du doch?

Z: Ich betrüge die Natur. Ich kann nicht predigen von Gottes Willen, denn ich bin nicht würdig, des Herren Stimme zu sein.

A: Sagt er, die Menschen werden gut geboren?

Z: Gut nicht, aber gleich. – Mir fällt es schwer, das so zu sehen.

A: Gleich vor Gott, nicht vor den Menschen.

Z: Es ist schon Ehre, dass ich hier sein darf, ein bisschen abseits zwar, doch hier sein.

A: Warum?

Z: Als Reichsrömer sollte man nicht Jude sein. Als Jude sollte man nicht Zöllner sein, als Zöllner sollte man nicht …

A: Männer lieben? Als Jude auch nicht. Aber als Römer spielt es keine Rolle.

Z: Sie sind Heiden. Ihre Götter sind Götzen.

A: Aber du liebst Männer.

Z: Sei still! Ich habe das nicht gehört.

A: Warum nicht?

Z: Gott straft die, die seine Gebote missachten mit Krankheit und Tod.

A: Mit Tod belohnt er alle. Und was die Krankheit anbetrifft: Er straft doch schon mit Hölle, könnt’ er nicht die Lepra lassen?

Z: Du versündigst dich.

A: Du fürchtest dich.

Z: Ja. – Was wird sein, wenn nichts mehr ist? Jesus, der Mann aus Nazareth, spricht wenig von Rache und Gesetz. Er redet viel von Güte und Verzeihen.

A: Er ist hübsch.

Z: Das höre ich mir nicht mehr an. Jetzt gehe ich.

A: Du wirst mich nicht los.

Z: Lass mich zufrieden!

A: Wie könnte ich?

Z: Er könnte mir die Hand auflegen und mich heilen.

A: Wovon?

Z: Vom bösen Geist.

A: Du hast ihn einmal aus dir rausgelassen …

Z: Wen?

A: Den bösen Geist.

Z: Was meinst du?

A: Du weißt genau, was ich meine.

Z: Warum erinnerst du mich daran?

A: Weil mich deine Schein-Heiligkeit empört. Was meinst du, wie oft ich selber schon …

Z: Das will ich nicht wissen.

A: Dein eines Mal …

Z: … war eins zu viel.

A: Bereust du es?

Z: Ich werd’ es nie vergessen.

A: Bereust du es?

Z: Was sonst? Soll ich mich selig preisen? Vielleicht bedeutet es die ewige Verdammnis.

A: Wenn dem so ist, dann tausche deinen Gott, und wähle dir den Gott der Römer!

Z: Mein Gott ist kein Gewand. Ich werde meine Verdammnis empfangen. Von meinem Gott.

A: Dann ist ja alles gut. – Wie mag die Hölle sein?
Die Erde ist so, wie es ist hier. Und wir wissen, dass wir sterben werden.
Die Hölle ist: so, wie es ist hier. Und es wird kein Ende geben. Und der Himmel? – Vielleicht Frauen lieben können. Vielleicht Männer lieben dürfen.

Z: Gottlose Gedanken! Es ist nicht an uns, zu befinden.

A: Dieses eine Mal …

Z: Warum fängst du von Neuem damit an?

A: Diese Verzweiflung war dein Glück.

Z: Mein Glück ist Verzicht.

A: Glaubst du das?

Z: Warum nur durfte es nicht ein anderer Makel sein?
Warum bin ich nicht lahm geboren oder blind?

A: Du bist schon stumm. Reicht dir das nicht?

Z: Ich wäre lieber taub und hörte nicht, was du mir sagst. Der HERR wird mich vernichten.

A: Der Mann aus Nazareth spricht von Erlösung.

Z: Kann das dasselbe sein?

A: Warum wohl rottet Gott uns aus, wenn er uns immer wieder neu entstehen lässt?

Z: Er wünscht, dass wir uns neu entscheiden. Für ihn.

A: Gegen uns? Er sollte die Hoffnung aufgeben.

Z: Ob ich sein Jünger werden könnte?

A: Des Nazareners, meinst du?

Z: Ja.

A: Glauben scheinst du zu können. Kannst du lieben?

Z: Ich darf es nicht. Ich darf es nicht! Darum kassier’ ich.
Darum steh’ ich im Dienst des Feindes, des Besatzers.
Verstoßen bin ich, werd’ es immer bleiben.

A: Aber du fügst dich oder wünschst du es dir anders?

Z: Du fragst?

A: Gemach! – Wer willst du sein? Der Bräutigam? Die Braut? Jesus aus Nazareth – oder du selbst?

Z: Das geht nicht ein in meinen Kopf.

A: Ich weiß schon, wen du willst.
Damit will ich dich nicht mehr quälen.
Doch wer du sein willst, sag mir das! Willst du nicht wollen? Willst du gar nichts wollen?

Z: Ich will das Gute wollen.

A: Was ist das?

Z: Hör auf! Das steht doch im Gesetz.

A: Dem römischen?

Z: Nein.

A: Steht es tief in deinem Herzen?

Z: In meinem Herzen steht der Tod.

A: Der Tod! Und du wirst totgeschwiegen werden: ihr alle, die ihr niemals wagt, das Wort zu richten aneinander.

Z: Ein Mal …

A: Das eine Mal, willst du es missen?

Z: Nein.

A: War es das wert, gelebt zu haben?

Z: Nein. Nein, gewiss nicht, nein.

A: Und wenn kein anderes Mal folgt?

Z: Wir werden totgeschwiegen. Aber wir werden gelebt haben. Und es wird uns immer geben.

A: Wir werden stolz sein, dass wir leben, begreifen, dass es gut ist, wie es ist. – Und deinen Gott, den überleben wir.

Z: Es gibt wieder Wein.

A: Wo kommt der her?

Z: Ich weiß es nicht. Doch er ist schwerer und er ist voller als der Wein bisher es war.

A: Lass uns trinken: wollen und vergessen. Auf Jesu Wohl!

Z: Hat er damit zu tun?

A: Ein wundervoller Mann.

Z: Ein Seher.

A: Ein Gezeichneter.

Z: Die Nacht ertrinkt in sehnender Erwartung.
Der Bräutigam verdorrt in Ungeduld.

A: Was hat der Pharisäer da? Er schwankt.

Z: Das macht der neue Wein. Der weise Mann ist trunken, er verträgt nicht viel.

A: Wir haben es gelernt, viel zu vertragen.

Z: Wir lernen mehr als andere: im Wagnis und auch im Verzicht.

A: Mein Gott, wie gut, dass wir nicht sind wie jener Pharisäer!

Z: Wie gut, dass wir nicht sind wie er.

A: Amen.

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ERLÄUTERUNGEN

Von der Goldenen Hochzeit im ersten Kapitel über die Silberne in der Mitte haben wir es jetzt zum Schluss noch auf zwei richtige Hochzeiten geschafft: einmal heute, einmal vor 2000 Jahren. Und das im Angesicht der alles entscheidenden Frage.
Natürlich lohnt es sich nicht, jedenfalls nicht, weil es – außer für die Betroffenen – schöner wäre, mit Partnern des eigenen Geschlechts zu schlafen. Eigentlich ist das nur ein Nebeneffekt. So, wie es für Wojtyła, als er Papst wurde, ein Nebeneffekt war, dass das Wetter in Rom besser ist als in Krakau.

Es lohnt sich nicht, schwul zu sein. Das Wetter wird davon nicht besser. Im Gegenteil: Es gibt heftigere Gewitter, was ja immerhin aufregender ist als anhaltender Nieselregen. Schwule müssen durch so viele Tiefs, dass sie nicht umhinkommen, sich entsprechend auszurüsten und abzuhärten.

Heteros können sich an dräuenden Unwettern eher mal vorbeimogeln. Aber was bringt das?
Die Seelenärzte leben von denen, die sich an sich selbst vorbeigemogelt haben und denen inzwischen die eigene Fahndung auf der Spur ist. Für die Psychiater lohnt sich das natürlich.

Aber sonst? Zur Imagepflege muss niemand mehr schwul werden, denn der Ruf der Heteros hat sich verbessert: Sie sind in den letzten Jahren verständnisvoller, gefühlvoller und körperlicher geworden, mit einem Wort: weiblicher.

Es lohnt sich also nur für die, denen es nicht nur unter die Haut, sondern auch in Fleisch und Blut übergegangen ist, sie selbst zu sein, in wilden wie in schlichten Tagen, und wenn ‚sie selbst sein‘ bedeutet, schwul zu sein ohne Lust auf ein Dragée, das heterosexuell macht. Dann und nur dann lohnt es sich, weil – jede Moral, wenn’s geht, beiseitegelassen – der Wille, der Mut, der Anspruch, zu sich zu stehen, ein befriedigenderes Leben verspricht als der Wille, der Mut, der Anspruch, sich mit der Wurzel auszurotten, na ja, sich völlig umzukrempeln.

Sie aber als nur theoretisch Betroffene, Sie müssen ja nicht aus Ihrer Hetero-Haut schlüpfen, sondern kommen heil mit ihr davon. Hoffentlich haben Sie diese Ausführungen trotzdem mit keinem größeren Entsetzen zur Kenntnis genommen als einen Bericht über die Gebräuche zentralasiatischer Steppenvölker. Oder erwachen Sie wie aus einem bösen Traum, erschrocken und erleichtert: Gott, was es alles gibt!
Wenn Sie in keiner der dreißig Lektionen gefunden haben, es lohnt sich, dann lohnt es sich auch nicht.

Dabei scheint es so ähnlich: Ein Fußgänger will die Fahrbahn kreuzen. Normale männliche Autofahrer halten lieber an, wenn ein hübsches Mädchen hinübergehen möchte, schwule männliche Autofahrer bremsen lieber ab, wenn ein Junge, der ihnen gefällt, auf die andere Seite will. Der Tritt aufs Pedal ist derselbe, der Reflex, der ihn auslöst, eigentlich auch. Aber die Steuerung, die im jeweils anderen ein Entzücken aufblühen lässt – da liegen Welten zwischen den Fahrern und ihren Biografien, und erst bei alten Damen am Straßenrand sind sie wieder gleich.

Freuen wir uns also darauf, dass wir im Erlebensfalle alle so etwas wie alte Damen werden, dass hoffentlich mal für uns alle gebremst wird, dann zwar nicht mehr aus werbendem Vergnügen, aber immerhin aus achtender Rücksichtnahme – und das ist ja auch schon etwas, wenn man vorher lange genug am Kantstein gestanden hat – halb Nutte, halb Kunde –, die Auspuffgase des Lebens im Leib, den Sauerstoff des Hoffens im Sinn, und wenn man als Schwuler vielleicht außerdem ein bisschen dafür gekämpft hat, dass man gleicher behandelt wird als man sich selber fühlt, und wenn man außerdem ein bisschen Zuneigung empfunden und ein bisschen Zuwendung bekommen hat und sogar noch das Glück hatte, beides für ewig und für überwältigend zu halten, dann hat es sich wohl gelohnt. Wenn man genug gelernt hat, um einiges zu begreifen, aber nicht zu vieles oder zu Schlimmes, um fortan misstrauisch zu bleiben, ja, dann war es das wohl, und mehr ist nicht zu sagen.

Sie werden feststellen, dass Sie für den Umgang mit Schwulen kaum Ratschläge bekommen haben, aber auch zu hören, dass es keine Ratschläge gibt, kann Befriedigung sein oder zumindest Ansporn – und sei es nur zum Selber-Denken.

Wenn Sie in diesem Kursus also nichts Neues gelernt haben: Ist das nicht herrlich! Macht es nicht viel mehr Freude, noch einmal neu formuliert zu hören, was man weiß, als sich mit Fremdem abquälen zu müssen? Wo wir doch alle das Gleiche wollen, auch wenn wir es verschieden benennen.

Falls Sie aber die abgehackten, kleinen Geschichten gelangweilt haben und Ihnen die Erläuterungen bemüht vorkamen, dann haben Sie etwas gemerkt: Dieser Lehrgang war weder umfassend noch repräsentativ. Sie haben mehr gehört über die, die sich was trauen (müssen) und möglicherweise scheitern als über die Mehrheit derer, die nicht weiß, was sie will und sich auch das nicht traut. Vielleicht wäre es lohnend (gewesen), über die etwas zu sagen, die nichts zu sagen haben, aber vielleicht hat es sich auch so – für Sie – gelohnt.

Für die Handhabung des Erlernten gilt, was für die Beherrschung jeder Technik gilt: je seltener, desto rührender, je öfter, desto souveräner. Pech, dass man Sterben so schlecht üben kann. Aber Leben, das lässt sich schon trainieren.

Auf die Subjekte unseres Lehrgangs bezogen: Hin und wieder mal einem Schwulen platonisch zunicken oder ihn gar zum Tee einladen, das können Sie durchaus üben. Minderheiten sollten nicht zu übermütig werden, wieder dankbar reagieren auf kleine Gunstbezeugungen und sich gefällig erweisen für so etwas. Eine Hand schmiert die andere. Man muss nicht immer Gesundheitsminister oder Juso-Chef bleiben. Aber man kann. Vielseitig sind sie ja. Es lohnt sich also unter Umständen. Für sie und für Sie.

Sollte sich unter die Studierenden womöglich ein Leser geschlichen haben, der selbst homosexuell oder lesbisch ist, dann gilt dem folgender abschließender Rat: Arbeiten Sie, solange Sie und uns alle Lockdowns und Bußen bedrohen, den Lehrgang ruhig noch einmal daraufhin durch, welche Art von Triebbefriedigung für Sie die geeignetste ist, und zwar tun Sie das, wenn Sie ein pflichtbewusster Queerdenker sind, nicht kalkulierend vor dem nächsten Abenteuer und auch nicht analysierend hinterher, sondern moral- und gesundheitsbewusst anstatt. Keine Let’s-Dance-Show, keine Blankeneser Beamten-Polonaise. Tango solo: ‚Ein Tänzer außer der Reihe‘.

„Na ja …“
(Sappho zu ihrer Lieblingsschülerin nach der Lektüre dieses Lehrgangs)

42 Kommentare zu “Dialog 30: Auf der Hochzeit

  1. Ach gäbe es doch nur viel mehr Tänzer, die aus der Reihe tanzten, und weniger (Corona-)Querdenker. Ich danke sehr für diesen überaus unterhaltsamen Lehrgang!

    1. Da schließe ich mich gerne an. Der Text hat wie schon so viele andere viel Freude in meine Nachmittage gebracht. Ich danke Herr Rinke!

      1. Ich bin jetzt schon gespannt! Folgt das sofort im Anschluss oder gibt es eine Verschnaufpause?

      2. Wunderbar, dann bin ich auch gespannt in welche Richtung es beim nächsten Text geht! Der Tänzer hat ähnlich wie bei meinen Vorschreibern viel Freude bereitet.

  2. Die kleinen Geschichten haben in keiner Weise gelangweilt, vielmehr amüsiert. Man fragt sich, warum es nicht mehr solcher literarischer „Lehrgänge“ gibt, die gleichermaßen unterhalten wie zum Nachdenken anregen wollen.

  3. Die Gesellschaft straft ja meistens weitaus mehr, als Gott es tut. Jedenfalls ist das mein eigener kleiner Glaube. Auf den höre ich lieber als auf das, was andere mir einreden wollen.

    1. Gott legt ja überwiegend erst im nächsten (ewigen) Leben los. Da kann er bestimmt noch viel heftiger reinhauen als ‚die Gesellschaft‘ heute. Daran nicht zu glauben, ist sehr befreiend.

      1. Hmmm, was soll man sich über die Probleme von Morgen jetzt schon Sorgen macht, nicht? 😉

      2. Ja das stimmt. Aber da gibt es wohl auch nochmal einen Unterschied zwischen den gemeinsamen, gesellschaftlichen, größeren Sorgen und den individuellen.

  4. Die Chance, dass Minderheiten zu schnell übermütig werden, ist ja relativ klein. Sie sind es ja bereits gewohnt, dass ihrer Dankbarkeit für nette Gesten schnell wieder mit entgegengesetztem Verhalten bestraft wird.

    1. Es ist jedenfalls immer wieder beeindruckend wie sehr sich die Mehrheit dagegen wehrt, dass Minderheiten gleiche Rechte bekommen sollen. Absurd!

      1. Die haben alle Angst, dass sie kein Stück vom Kuchen abkriegen. Die verstehen nicht, dass der Kuchenvergleich falsch ist und weiterhin genug für alle da ist.

      2. Minderheit ist nicht gleich Minderheit. Mehr Rechte für kriminelle Clans oder ausübende Pädophile finde ich unangebracht, ohne AfD zu wählen. Wer sich allerdings beleidigt fühlt, wenn sich zwei Männer auf der Straße küssen, der hat das – im Westen – zu ertragen, ohne zuzuschlagen.

      3. Da bleibt ja dann auch immer der Unterschied, dass man in der Regel nicht gezwungen ist einem kriminellen Clan beizutreten. Beim Pädophilen wird es schwieriger, aber auch der kann sich in Therapie begeben und ein Leben führen ohne andere zu gefährden.

  5. Diese Tatsache verstehen die vielen Hasser und Neider ja nicht: Es lohnt sich nicht, schwul zu sein. Wer sich das bei der Geburt wirklich aussuchen kann, würde also wahrscheinlich eher die Hetero-Variante wählen.

      1. Wild und zahm gefällt mir beides wenn es zur rechten Zeit passt. Die müssen sich nämlich gar nicht immer unbedingt ausschließen.

  6. Vielen Dank für diesen letzten Tanz! Mit dem Auffallen im Alter ist das ja so eine Sache. Die Grenze zur Lächerlichkeit ist immer da. Andererseits urteilen die unzufriedenen Mitmenschen ihrer eigenen Langweiligkeit entsprechend äußerst schnell über andere. Wer es schafft sich selbst nicht völlig lächerlich zu finden, hat schon viel erreicht.

      1. Schlimm wenn es anders herum ist, nicht? Also wenn man im Alter zurückschaut und sein eigenes Leben und die getroffenen Entscheidungen auf einmal lächerlich findet. Das muss sehr bitter sein.

      2. Da sollte man aber auf alle Fälle zwischendurch schon mal zurückschauen um solch eine bittere Erkenntnis später zu vermeiden. Man müsste ja doch recht blind durchs Leben gehen.

  7. Und nur weil es ein paar Mal Thema in den Kommentarspalten des Blogs war: gerade lese ich, dass Kardinal Marxs Rücktrittsgesuch abgelehnt wurde. Na sowas! Das heisst man kommt aus so einer Nummer freiwillig gar nicht mehr heraus? Das wusste ich nämlich nicht.

      1. Ich bin ja skeptischer. Mich würde es nicht wundern, wenn dieses Vorgehen: „Rücktritt einreichen / ablehen“ schon von Anfang an abgesprochen war.

    1. Ich finde das tatsächlich eine vertane Chance. Man hätte hier ein eindeutiges Zeichen gegen Missbrauch und für Erneuerung setzen können. Aber stattdessen wird die Schwäche der katholischen Kirche noch einmal unterstrichen.

      1. Die katholische Kirche ist so ein träges Gebilde, da sollte man nicht allzu abrupte Veränderungen erwarten.

      2. Abrupt muss nicht sein. Allmählich wäre auch schon schön. Andererseits: Was soll man von einer Religion halten, in der Gott einen Sohn hat, den er mittels Jungfrauengeburt auf die Erde schickt, damit der Sohn sich ans Kreuz nageln lässt, um das Fehlverhalten von Gottes Geschöpfen auszugleichen. Dass Zeus als Schwan zu Leda kommt, ist ähnlich wahrscheinlich. Alles Allegorie? Wer sagt das?

      3. So abrupt wäre das auch gar nicht gewesen, oder? Man wartet doch mittlerweile schon seit geraumer Zeit auf ein paar einschneidende Änderungen.

  8. Das Leben lässt sich ja gut mit Rinke trainieren. Bzw. zumindest bekommt man hier viele wichtige Grundlagen 😉 Ausprobieren und Üben muss man dann natürlich selbst noch. Trotzdem Danke.

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