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Leben lernen / Ein Versuch  —   Die erste Reise

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#2.17 Ganz unterschiedliche Ringe

Nachdem Rafał den Rollstuhl wieder in die Dachbox bugsiert hatte, fuhren wir keine zehn Minuten; dann kamen wir erst an eine Neiße-Brücke und gleich darauf unkontrolliert nach Polen.

Foto: gemeinfrei/Wikimedia Commons

Schlesien ist das Gebiet meiner Vorfahren, aber erst mal mussten wir bei der ersten Tankstelle am Ufer vorfahren. Ausland ohne Zoll zählt nur halb. Aber weil ich den längsten Teil meines Lebens mit Grenzen und Währungen zu tun hatte, freut es mich, dass man inzwischen in Europa überwiegend an der Sprache merkt, dass man woanders ist.

Ich will ja nicht sofort meckern, aber der polnische Teil von Görlitz war wirklich weniger sehenswert als der deutsche. Dafür können aber die Polen nichts. Das war, glaube ich, schon immer so. Jedenfalls hatten die Polen nicht den Ehrgeiz, daran etwas zu ändern, sondern unterstrichen durch ihre Bauweise den Unterschied; anders als in Frankfurt an der Oder, wo es auf der deutschen wie auf der polnischen Seite gleichermaßen hässlich ist. Wir blieben also ohne Besichtigungsabsichten im Auto sitzen und fuhren die zwei Stunden Autobahn von Görlitz nach Breslau, polnischer: von Zhorjelc nach Wrocław. Wenigstens das Wetter war schön, die Landschaft nicht so; aber wer das Eintönige liebt, dem ist die Strecke wärmstens zu empfehlen.

Von Vorstädten darf man sich nicht einschüchtern lassen, die sind überall auf der Welt scheußlich. Als die Plattenbauernhöfe hinter uns lagen, wurde es ansehnlich, und unser ‚Art Hotel‘ lag hübsch und war hübsch.

Der Marktplatz heißt ‚Rynek‘; als er noch deutsch war, hieß er ‚Großer Ring‘, und dieser Ring war selbst für mich zu Fuß nicht nur erreichbar, sondern sogar umrundbar. Sehr eindrucksvoll. Die Hitze stand ihm gut: zeitloser Sommer. In der weltweit gleichen Anbiederungssprache der Touristenlobby lautet das dann so: „Die farbenprächtigen Gebäude, die ihn umschließen, entführen den Betrachter auf eine architektonische Reise in die Vergangenheit von Gotik bis Jugendstil.“1 Meine Reise endete am letzten Café des Kreises. Da konnte ich Campari trinken, Leute gucken und ‚Spiegel‘ lesen, während Silke und Rafał erkundeten, was Breslau sonst noch so zu bieten hat. In den Ring münden immerhin 11 Straßen und noch zwei schmale Hintergassen: Stockgasse (ul. Więzienna) und Dorotheengasse (ul. Świętej Doroty). Da gab es für Gehtüchtige einiges zu durchschreiten.

1 https://franks-travelbox.com/europa/polen/marktplatz-in-wroclaw-breslau-polen/

Fotos (3): Privatarchiv H. R.

Woran denkt man bei dem Begriff ‚Ring‘? An Verlobung, Trauung, Bindung? An Kleinodien oder Tinnef? Ich denke daran, dass unser Klassenprimus in der Mittelstufe nicht, wie meine vulgäreren Mitschüler, ‚Arschloch‘ sagte, sondern ganz seriös ‚brauner Ring‘. Eine – ich gebe es zu – ausgefallene Assoziation, besonders hier bei 30° im Schatten und dem zweiten Campari.

Vor mir standen Menschen in kurzen Hosen, im ‚Spiegel‘ standen Artikel über Emmanuel Macron und Martin Schulz: Sieger und Verlierer. Für kurze Hosen braucht man schöne Beine oder große Gleichgültigkeit. Als Politiker braucht man großes Selbstvertrauen oder große Ideen.

Silke und Rafał kamen zurück. Was sie von Breslau nicht gesehen haben, fasse ich hier kurz zusammen:

Um alles Unwichtige wegzulassen, fange ich erst im frühen 10. Jahrhundert an, beim böhmischen Fürsten Vratislav I.: Der herrschte dort. Im Jahr 990 eroberte allerdings der polnische Piasten-Herzog Mieszko I. Breslau, und sein Sohn Bolesław der Tapfere machte daraus im Jahr 1000 ein Bistum. Kaiser Heinrich V. zeigte auch Interesse für die Gegend, unterlag aber auf dem Schlachtfeld Bolesław III. Schiefmund. Wichtig noch der Vertrag von Namslau: Mit ihm legte Kasimir der Große auf Ewigkeit alle Ansprüche auf schlesisches Territorium nieder und im Gegenzug verzichtete der böhmische König Johann von Luxemburg auf den polnischen Thron. Das war damals genauso wichtig wie heute der Brexit. Im Jahr 1526 starb König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, nicht im Bett, sondern im Feld, in der Schlacht bei Mohács. Nun griff der Erbverbrüderungsvertrag, und die Habsburger bekamen alles, auch Breslau. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg schnappte Friedrich der Zweite das Landstück der verärgerten Maria Theresia weg.2

2 Quelle: Wikipedia

Bilder (2): gemeinfrei/Wikimedia Commons

Im Rahmen der preußischen Reformen wurde 1815 der Staat in Provinzen eingeteilt, und Breslau wurde die Hauptstadt der Provinz Schlesien. 1842 wurde Breslau nach Wien, Berlin und Hamburg als vierte deutsche Stadt zur Großstadt. Bei der Volkszählung im Jahr 1910 gaben 95,71 Prozent der Einwohner Deutsch als ihre Muttersprache an.3

3 Quelle: Wikipedia

Bilder (2): gemeinfrei/Wikimedia Commons

Aber o je! Bei der Reichstagswahl im März 1933 erhielt die NSDAP 51,7 Prozent 4 der abgegebenen Stimmen, fast genauso viele wie für den Brexit, und die Folgen waren in beiden Fällen unerfreulich. Am 9. Mai 1945 übergaben die Militärbehörden der Roten Armee Breslau verwaltungsrechtlich an Polen. Was aus Großbritannien wird, weiß man zum Zeitpunkt dieser Niederschrift nicht so recht. Breslau jedenfalls ist seit Deutschlands Niederlage nach dessen verbrecherischen Krieg polnisch und heißt seither ‚Wrocław‘: schön zungenbrecherisch für die Besiegten. Zu Beginn der 1980er-Jahre entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Zentrum der Solidarność – währenddessen im ganzen Land das Kriegsrecht verhängt wurde. Nach politischen Turbulenzen begann 1990 der Wiederaufbau. Dabei war das deutsche Kulturerbe nicht länger verpönt, sondern sollte auch ausgestellt werden, neben der inzwischen polnischen Identität der Stadt. Es ist ja kultiviert, dass Deutsche und Polen einander nicht mehr offen anfeinden – abgesehen von Jarosław Kaczyński, der dem Ausdruck ‚Giftzwerg‘ eine neue Dimension erschließt. Aber so etwas wie im Kosovo zwischen albanischen und serbischen Volksgruppen ist wohl in Mitteleuropa nicht mehr zu erwarten. Oder? Das Kosovo ist Luftlinie 950 Kilometer entfernt von München. Wenn die Wirtschaft zusammenbricht, dann ist alles möglich, denn „erst kommt das Fressen, und dann kommt die Moral“.5 Da habe ich keine Illusionen.

4 Quelle: Wikipedia | 5 aus ‚Die Dreigroschenoper‘ von Bertolt Brecht

Wer sich in der Literatur auskennt, der kann viele deutsche Namen mit Schlesien verknüpfen: Jakob Böhme, Friedrich von Logau, Angelus Silesius, Andreas Gryphius, Joseph von Eichendorff, Gerhart Hauptmann, Horst Bienek. Wem Fußball geläufiger ist, dem fallen auch einige Männer ein, die zwar für die Ewigkeit weniger taugen, im Augenblick aber aus den meisten Hirnen leichter abrufbar sind als die Dichter: Lukas Podolski, Miroslav Klose, Michael Ballack. Und wer sonst nichts weiß, dem bleiben noch Hanna Schygulla und Katja Ebstein. Aber sagt das etwas aus? Ich finde, nicht.

Auch nach dem Abitur blieb ich Eichendorff-Jünger. In Zeiten der – endlich wieder – ‚Neuen Sachlichkeit‘ aus den Zwanzigerjahren war ich trotzig meiner Romantik aus dem Jahrhundert davor treu geblieben. Zwei Eichendorff-Gedichte habe ich damals vertont: Das erste, ‚Die zwei Gesellen‘, beschreibt, was von den Idealen ‚Erwachselner‘ am Ende übrig bleibt, und dieser Argwohn ist das völlige Gegenteil von der Aufbruchstimmung unter meinen Altersgenossen.

DIE ZWEI GESELLEN aus der CD „Flamme“

Bild: Gustave Courbet „Die Begegnung“, Wikimedia Commons/gemeinfrei

Die zwei Gesellen

Es zogen zwei rüstige Gesellen
Zum erstenmal von Haus,
So jubelnd recht in die hellen,
Klingenden, singenden Wellen
Des vollen Frühlings hinaus.

Die strebten nach hohen Dingen,
Die wollten, trotz Lust und Schmerz,
Was Rechts in der Welt vollbringen,
Und wem sie vorübergingen,
Dem lachten Sinnen und Herz. –

Der erste, der fand ein Liebchen,
Die Schwieger kauft’ Hof und Haus;
Der wiegte gar bald ein Bübchen,
Und sah aus heimlichem Stübchen
Behaglich ins Feld hinaus.

Dem zweiten sangen und logen
Die tausend Stimmen im Grund,
Verlockend’ Sirenen, und zogen
Ihn in der buhlenden Wogen
Farbig klingenden Schlund.

Und wie er auftaucht’ vom Schlunde,
Da war er müde und alt,
Sein Schifflein das lag im Grunde,
So still war’s rings in die Runde,
Und über die Wasser weht’s kalt.

Es singen und klingen die Wellen
Des Frühlings wohl über mir;
Und seh ich so kecke Gesellen,
Die Tränen im Auge mir schwellen. –
Ach Gott, führ uns liebreich zu dir!

Der oberschlesische Germanist Oskar Seidlin schreibt:

In keinem anderen Eichendorffschen Gedicht sind die Bedrohungen wahrer menschlicher Existenz: engumzirktes Philisterium und allentgrenzender Selbstverlust, Sich-Verliegen und Sich-Verlieren, so scharf nebeneinandergestellt …6

6 Quelle: Wikipedia/Oskar Seidlin: ‚Versuche über Eichendorff‘

So kann man das natürlich auch formulieren.

Das zweite Lied feiert diffuses Empfinden. Es widerspricht also völlig dem damals gängigen Zeitgeist des Theorisierens: Eichendorff statt Mao und Markuse. Geht’s noch?

DIE NACHTBLUME aus der CD „Flamme“

Die Nachtblume

Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.

Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauen Wind,
Obs Gedanken oder Träume? –

Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen:
Leise doch im Herzensgrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.

Foto: gemeinfrei/pixaby

Erst jetzt habe ich entdeckt, dass es noch andere Vertonungen beider Gedichte gibt: von Robert Schumann, von Hugo Wolf und von weiteren Inspirierten. Mich freut, dass die Lieder aus meiner fernen Jugend die besten Vertonungen sind, selbst, wenn niemand außer mir das weiß.

Wer genügend Zeit hat, kann sich außerdem zwei von mir selbst zur gleichen Zeit komponierte, getextete, gespielte und gesungene Lieder anhören. Vielleicht beschreibt die Kombination aller vier Stücke den Radius meines damaligen Kreises ganz gut. Alles noch vor den 68ern, von denen ich ja (k)einer war.

(UND ES WAR) KEIN WORT WAHR aus der CD „Sehr“

UND EINE PERLE FIEL aus der CD „Sehr“

Foto: MarcelClemens/Shutterstock

Wenn man sich mit den Wirren der Geschichte befasst, ist der Eindruck wahrscheinlich so ähnlich, wie es sein muss, die Erde aus dem All zu betrachten. Das eine ist der zeitliche Abstand, das andere der räumliche. Alles Riesige wirkt plötzlich winzig. Aber mit der ganzen Welt auf Abstand zu leben, das ist nur etwas für Einsiedler. Lieber will ich aufgeregt sein als gleichgültig! Das habe ich bei dieser – wie immer passenden – Gelegenheit entschieden.

Fotos (6): Privatarchiv H. R.

Bereichert gingen wir alle drei zurück in unser ‚Art Hotel‘. Dort blieben wir auch zum Abendessen. Am Mittag hatten wir im Innenhof etwas zu uns genommen, zum Nachtmahl nutzten wir die vorderen Räumlichkeiten. Mehr Abwechslung war nicht nötig. Essen, um satt zu werden, das kenne ich nicht; essen, um Freude zu empfinden, das mache ich täglich. Manchmal gelingt es.

Fotos (13): Privatarchiv H. R.

Völlig unerwartet war am nächsten Tag schlechtes Wetter: regnerisch und kalt. Jedes Mal muss ich mir klarmachen, dass schlechtes Wetter oder ausverkaufte Theaterplätze oder schöne Schuhe in verkehrter Größe kein bewusst gegen mich gerichteter Akt der Schicksalsmächte ist, sondern, dass auch andere im Regen stehen, keinen Sitzplatz bekommen und einen zu kleinen oder zu großen Fuß für ihre Lieblingsstiefel haben. Ich bin einfach zu egozentrisch. „Das kann doch nur eine Bestrafung Gottes dafür sein, dass ich gestern meine Zähne zu kurz geputzt oder noch zu lange im Bett gelesen habe!“, dachte ich als Kind. Von Gott fühlte ich mich damals mehr überwacht als heute von Videokameras im Supermarkt. Das war aber nicht erschreckend. Eigentlich war es tröstlich. Wer einmal streng religiös war, der wird diese (Selbst-)Beobachtung nie ganz los. Wenn man Gott schon längst in die Altkleidersammlung entsorgt hat, hängt immer noch das Gewissen im Schrank, und weil man nicht nackt auf die Straße will, streift man es sich über. Vielleicht ist es sogar zweite Haut oder es geht noch tiefer – unter die Haut. Vielleicht. Fest steht trotzdem: Selbst wenn ich gestern rumgesündigt hätte, allein oder mit anderen, wäre heute kein besseres Wetter, weder für mich noch für alle weiteren Breslau-Besucher und -Bewohner. Solche Gedanken laufen schneller ab, als sie sich aufschreiben lassen, und so war ich mit ihnen schon durch, als wir in die vorbestellte Kutsche stiegen. Das Pferd wurde nass, der Kutscher und wir saßen unter einem Verdeck. Ich versuchte, die Fahrt zu mögen, was nicht ganz einfach war, aber der Gaul hatte es deutlich schlechter als wir, und für den Mann vorne war es Broterwerb. Es kann sich ja nicht jeder kreativ verwirklichen; das wird erst gehen, wenn solch eintönige Arbeiten von einem KI-Roboter übernommen worden sind, der uns in aseptischem Deutsch darüber informiert, dass wir gerade über den ‚Most Pomorski‘ fahren, und je nachdem, wie die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland dann sind, darf er uns sogar mitteilen, dass die ‚Pommernbrücke‘ einst von Deutschen gebaut worden war (erste Erwähnung im 15. Jahrhundert) und dass sie bis 1945 Werderbrücke hieß. Gleichzeitig informiert er unsere Führungsoffiziere darüber, mit welchem Gesichtsausdruck wir seine Erläuterung quittiert haben und was das über unsere Gesinnung aussagt.

Fotos (2): Privatarchiv H. R.

Aber noch war es ja gar nicht so schlimm, weder für das Pferd noch für uns; denn es regnete nicht durchgehend. Als wir vor der Jahrhunderthalle hielten, konnten wir aussteigen, ohne nass zu werden. Ein imposantes Gebäude! Mir war es unsympathisch, aber das lag vielleicht am Wetter oder daran, dass ich zierliche Pavillons lieber mag als eine monumentale Halle für fast 20 000 Personen, selbst wenn sie zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Weil das Gebäude seit 1945 ohne Standortwechsel in Polen steht, heißt es jetzt ,Hala Ludowa‘, zu Deutsch: ‚Volkshalle‘, und dieser Name klingt für mich mehr nach Hitler und Stalin als nach fröhlichen Menschen. Wenigstens konnte ich mir während der Betrachtung in die Pampers pinkeln. Dann bin ich immer zufrieden, weil ich annehme: „Heute werde ich wohl keinen Bauch-Katheter brauchen.“

Fotos (3): Privatarchiv H. R. | Titelillustration mit Bildern von Shutterstock: Santi Rodriguez, Tancha, Plateresca, Oxima

28 Kommentare zu “#2.17 Ganz unterschiedliche Ringe

  1. Essen, um satt zu werden – ich bin wohl zu verwöhnt, aber Essen ist einer meiner großen Genüsse. Menschen, die (ohne Not) in sich stopfen was gerade auf den Tisch kommt verstehe ich wirklich nicht.

      1. Das Problem, das man hat, ist immer das Größte: Die einen haben nichts zu essen, die anderen kriegen nichts runter. Die einen haben Durchfall die anderen Verstopfung. Essen und dessen Gegenteil beschäftigen jeden. Neben dem Wetter das gängigste Thema, wenn man unter fremden Leuten ist.

      2. Ich denke mir immer: wer den Small Talk nicht beherrscht, sollte sich an den Big Talk gar nicht heranwagen.

  2. Videoüberwachung im Supermarkt oder auf öffentlichen Plätzen macht mir auch nicht besonders viel aus. Im Gegenteil, ich finde es recht beruhigend, dass mögliche Verbrechen so nachverfolgt werden können. Die Idee vom perfekten autoritären Staat, wie es China gerade mit seinem Punktesystem ausprobiert ist natürlich eine ganz andere Hausnummer.

  3. Hübsch eingerichtet ist dieses „Art Hotel“ ja. Was daran allerdings besonders kunstorientiert sein soll habe ich, wie bei den vielen internationalen Namensvettern, auch nach dem Trailer nicht verstanden.

    1. Ich dachte „Art“ ist genauso wenig ein geschützter Begriff wie Bellevue oder Sauerkraut. Im Gegensatz zur Diepholzer Moorschnucke . Mit der darf in Europa niemand ungestraft Etikettenschwindel betreiben. „art’otel“ allerdings ist eine Hotelkette der PPHE Hotel Group Limited, Guernsey.

      1. Das Video erwähnte, wenn ich mich recht erinnere, die künstlerisch gestalteten Zimmer. Ist wohl einfach auch Geschmacksache.

  4. Bei dem Begriff ‚Ring‘ denke ich spontan an Tolkien und Wagner. Zugegebenermaßen zwei recht unterschiedlich einzustufende Werke.

    1. Sehr frei nach Wagner habe ich 2006 einen Rinke-Ring verfasst und bin zum ersten Mal in meinem Leben kürzer geblieben als mein Vorbild: bei mir dauern alle vier Teile zusammen nur 100 Minuten, da war ich ein sparsamer Herr des Ringes.

      1. Ein Besuch in Bayreuth steht immer noch auf meiner To-Do-Liste. Irgendwann schaffe ich das auch noch.

  5. Mit Abstand wirkt alles winzig, und das ist irgendwie beruhigend. So kommen auch die aktuellen Probleme ein wenig Perspektive.

  6. Die fallende Perle gefällt mir persönlich besser als keine wahren Worte … in jedem Fall ist es aber, genau wie sonst in den Videos, immer spannend Hanno Rinkes Stimme zu hören. Man lernt die Person noch einmal anders kennen als beim reinen Lesen.

  7. Schlechtes Wetter ist immer ein persönlicher Angriff, genau wie ausgebuchte Restaurants oder verpasste Anschlussfahrten im Zug. Jedenfalls hilft Aufregung in Maßen gegen Langeweile.

      1. Stimmt. Aber es gibt Menschen, die sich gerne über die Umstände aufregen um sich lebendig zu fühlen. Und Umstände, die einen zur Weissglut treiben. Die zweite Variante verlängert das Leben noch weniger als die erste.

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